Beine von Läufern vor dem Start

Scheiß auf Neujahrsvorsätze! Du musst das Laufen einfach lieben

Neues Jahr, neues Glück, neue Vorsätze. Und immer wieder die selbe Leier. Abnehmen, gesünder leben, mehr Sport. Und Anfang Februar sind alle Pläne wieder über den Haufen geworfen. Heute gibt´s einen fetten Roundhousekick gebündelt mit einer Hasstirade gegen die nervigen Neujahrsvorsätze.

Ich habe gerade mal diese paar Zeilen hier geschrieben und merke schon wieder, wie sehr mir dieses Thema unter den Nägeln brennt: Neujahrsvorsätze. Die Tradition befiehlt es, sich zu Beginn des neuen Jahres eine Verbesserung und Optimierung der eigenen Person auf die Fahnen zu schreiben. Und weil es hier im Blog ja ums Laufen geht, will ich speziell auf die Sache mit dem mehr Sport machen eingehen. Dazu mal ein kleiner Ausflug ins Jahr 2011. Genauer gesagt, irgendwann in den Sommermonaten. Bei einer Körpergröße von 1,83 m und einem Kampfgewicht von knapp 90 Kilo liege ich im Urlaub am Pool und lasse es mir gutgehen. Ich skippe so die Bilder meiner Digitalkamera durch – ja, damals habe ich das mit den Fotos noch ohne Smartphone geregelt – und finde ein Foto von mir mit freiem Oberkörper am Strand (oder war es doch der Pool? Ich weiß es nicht mehr). Heidewitzka ist der Bauch dick geworden habe ich gedacht. Was tun? Abnehmen, ganz klar. Wie? Hmm, gute Frage. Mein Gedanke: Nach dem Urlaub fange ich einfach mal mit dem Laufen an. Gesagt, getan. Hatte ich Ahnung vom Laufen? Auf keinen Fall. Ich bin einfach nach Lust und Laune durch die Gegend gerannt. Ohne Plan, ohne eine Idee vom richtigen Tempo und ohne vernünftig geplante Streckenlängen. Und das alles mitten im Sommer.

Wenn du etwas wirklich willst, brauchst du als Ansporn keinen Jahreswechsel

Warum erzähle ich dir das? Und was interessiert dich überhaupt meine persönliche Geschichte? Gute Frage. Das ist ganz einfach zu beantworten. Ich habe mich unwohl gefühlt und war nicht mehr zufrieden mit mir und meinem Körper. Und zwar in so einem extremen Maß, dass ich einfach etwas ändern musste. Dafür habe ich keinen Jahreswechsel und kein bestimmtes Datum gebraucht. Ich habe einfach angefangen und mich an die Umsetzung begeben. Und du kannst das auch! Mit den Jahren habe ich mich immer mehr in den Laufsport verliebt, habe mich zu Wettkämpfen angemeldet und bin mit Laufgruppen durch die Stadt gerannt. Und das jedes Mal mit einem riesigen Grinsen im Gesicht. Ich bin einfach meinem Herzen gefolgt und habe das getan, was mir Spaß macht. Wie passt das nun mit Neujahrsvorsätzen zusammen? Nun: Neujahrvorsätze erlegen dir etwas auf, was du unter Umständen gar nicht willst. Vielleicht willst du weiterhin keinen Sport machen, weil du einfach schon immer ein Sportmuffel warst und keine Lust darauf hast. Und jetzt kommt das neue Jahr und befiehlt dir, dass du Sport machen sollst. Weil du dir von der Gesellschaft einreden lässt, dass man das mit diesen Neujahrsvorsätzen einfach so macht. Dann beginnst du zum Beispiel am 2. Januar mit dem Laufen – am 1. noch nicht, da dominieren ja noch die Kopfschmerzen 😉 – und nach ein paar Versuchen findest du es einfach nur ätzend und hast komplett die Lust verloren.




Lebe deine Passion und tue was du liebst

Wie es nicht geht scheint jetzt klar zu sein. Die Brechstange hat einfach noch nie funktioniert. Doch wie findest du heraus wofür dein Herz schlägt und was deine Passion ist? Bevor ich darauf eingehe noch eine Sache. Es ist völlig egal ob es um Sport, Kochen, Lesen oder Reisen geht. Eine Leidenschaft ist nicht an ein bestimmtes Thema gebunden. Jetzt aber zurück zu der Frage, wie du deine Passion findest. Meist kristallisiert sich die grobe Richtung schon sehr früh heraus. Wenn Eltern ihr Kind über Jahre immer mit zum Leichtathletiktraining nehmen ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass das Interesse für Sport auch im weiteren Leben nicht verloren geht. Nehmen wir mich mal wieder als Paradebeispiel. Mit dem Fußballspielen habe ich angefangen als ich vier Jahre alt war. Ich habe sämtliche Kinder- und Jugendaltersklassen bis zu den Senioren durchlaufen. Nach der Schule habe ich dann aufgehört zu spielen – und bis heute bin ich auch nicht dahin zurückgekehrt. Mein Interesse für Sport ist aber immer noch ungebrochen. Und so bin ich schließlich beim Laufen gelandet.

Du läufst mit deinem Herzen und nicht mit deinen Beinen

Meist merkst du sehr schnell, ob du dich für etwas begeistern kannst oder nicht. Beim Laufen habe ich sehr schnell gemerkt, dass ich bei Wettkämpfen super gut mit anderen Läufern klarkomme. Die meisten sind freundlich, offen, kommunikativ und wollen ihr Liebe zum Laufen einfach mit ihren Mitmenschen teilen. Kann es etwas Schöneres geben? Dieser Spirit hat mich sofort gepackt und er hat mich bis heute auch nicht mehr losgelassen.

Wie hast du deine Leidenschaft gefunden?

Wenn du bis zu dieser Stelle gelesen hast wirst du gemerkt haben, dass es in diesem Artikel gar nicht so sehr ums Laufen geht. Es geht vielmehr um Leidenschaft, Passion und um alles, was glücklich und zufrieden macht. Erzähl mir, wie du deine Leidenschaft gefunden hast. Und was ist überhaupt deine Leidenschaft? Vielleicht etwas ganz anderes als Laufen. Erzähl mir in den Kommentaren deine Geschichte und was dich bewegt.

 

Wer schreibt hier?

Ich bin Kevin, leidenschaftlicher Läufer und Laufblogger. Eigentlich wollte ich nur 10 Kilo durchs Laufen abnehmen. Und plötzlich war ich verliebt in diesen wunderbaren Sport. Und ich bin es noch immer – zu 100%.

Kevin mit Laufsachen zeigt den Daumen nach oben

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