Kraul schwimmen im Pool

Schwimmtraining: Wie du richtig Kraulen lernst

Du möchtest für deinen nächsten Triathlon das richtige Kraulschwimmen lernen und hast keine Ahnung, wie du diese Challenge angehen sollst? Selbst beibringen, Schwimmkurs oder doch irgendwie anders? Lass uns mal gemeinsam schauen, wie du am besten ans Ziel kommst.

Vorab eine Story aus meinem noch jungen Triathlon-Leben und wie ich die Problematik vom Schwimmen lernen angegangen bin. Jeder fängt ja mal klein an. Bei mir war es so, dass ich in den ersten zwei Jahren im Triathlon sehr nachlässig mit dem Schwimmen umgegangen bin. Meine Devise für Wettkämpfe war: Bloß lebend wieder aus dem Wasser kommen. Da ich immer nur auf der Sprintdistanz gestartet bin, habe ich das bei den 500 zu absolvierenden Metern auch immer ganz gut geschafft. Und zwar mit Brustschwimmen. Bei diesem Schwimmstil habe ich mich einigermaßen sicher gefühlt. Ich bin zwar immer im hinteren Feld aus dem Wasser gekommen, aber das war mir egal. Aktuell hat sich meine Situation aber etwas geändert. 2018 werde ich zum ersten Mal auf der Olympischen Distanz starten mit dem Endziel, 2019 einen Ironman in der Mitteldistanz zu finishen. Das bedeutet: Irgendwie muss ich besser schwimmen lernen. Meine Versuche mir das Kraulen selbst beizubringen, sind kläglich gescheitert. Ich komme später noch dazu, wieso das quasi eine unlösbare Aufgabe ist. Um es kurz zu machen: Ich habe mich in einem Schwimmkurs angemeldet. Und siehe da: Diese Idee stellte sich schon nach kurzer Zeit als äußerst sinnvoll heraus. Im Folgenden werde ich dir erzählen warum.

Schwimmtechnik lernen: So kommst du ans Ziel

Wie bei allem, steht auch bei dem Erlernen der richtigen Schwimmtechnik das Setzen eines klar definierten Ziels an erster Stelle. Bist du Triathlet und bisher im Wettkampf eher Brust geschwommen, ist dein Ziel wahrscheinlich ähnlich wie meins: Technisch sauberes Kraulen lernen, um dich im Wettkampf sicher im Wasser zu fühlen und die zu absolvierende Strecke geschmeidig durchschwimmen können. Es kann aber auch jedes andere Ziel sein. Zum Beispiel eine bestimmte Zeit auf einer festgelegten Distanz zu schwimmen oder einfach mehr Sicherheit im dichten Wettkampf-Gedränge im Wasser zu bekommen. Das Setzen eines Ziels ist also der erste Schritt. Im zweiten Schritt spoiler ich jetzt und gehe später noch genauer darauf ein. Du solltest geführtes Schwimmtraining nehmen, bei dem ein Trainer am Beckenrand steht, der Anweisungen und konkrete Tipps gibt. Außerdem ist regelmäßiges Training unabdingbar. Du solltest mindestens 2x pro Woche im Wasser sein und schwimmen. Bei weniger häufigem Training wirst du es kaum schaffen, dein Ziel zu erreichen. Das solltest du über einen gewissen Zeitraum durchziehen, damit du in eine Routine kommst, dich mehr mit dem Element Wasser anfreundest und so sicherer und besser beim Schwimmen wirst. Um es konkret zu machen: Versuch es mal mit einem Zeitraum von drei Monaten und schau dir an, in wieweit sich deine Schwimmtechnik verändert und wie du dich im Wasser fühlst.




Warum selbst beibringen knifflig ist

Anfangs wollte ich mir die richtige Kraultechnik selbst beibringen. Dazu habe ich mir bei Youtube Videos angeschaut, bin ins Schwimmbad gefahren und habe versucht, das Gesehene „nachzuschwimmen“. Ganz ehrlich: Ich bin kläglich gescheitert. Das Problem ist die Menge der Dinge, auf die du achten musst. Stichwörter Wasserlage, Über- und Unterwasserphase, Atmung, etc. Das dann im Wasser richtig umzusetzen ist für ungeübte echt schwierig.

 

Buch Total Immersion von Terry Laughlin und John Delves
Das Buch steht schon seit Jahren beim mir im Schrank. Reingeguckt habe ich allerdings noch nicht. Vielleicht ist es einen Versuch Wert, die eigene Technik noch weiter zu verbessern?

 

Weil du selbst im Wasser bist und schwimmst, fehlt dir ein Blick aus der Vogelperspektive auf deine eigene Schwimmtechnik. Es ist schwer die eigenen Fehler zu beurteilen und dann an den richtigen Stellschrauben zu drehen, um es besser zu machen. Außerdem fehlt jemand, der dir direktes Feedback gibt, was du besser machen sollst. Zusammengefasst: Fehlende Vogelperspektive, komplizierter Bewegungsablauf und niemand der dir sagt, wie du es besser machen kannst.

Schwimmkurs vs. Einzeltraining

Du hast es mit Sicherheit schon zwischen den Zeilen gelesen. Ich empfehle dir als ungeübter Schwimmer in jeden Fall, Trainingsstunden mit einem Trainer zu nehmen. Nun ist die Frage: Lieber Einzelunterricht oder in einer Gruppe trainieren? Beides ist gut. Ich würde allerdings den Schwimmkurs vorziehen. Das ist natürlich auch eine Frage der eigenen Persönlichkeit. Es gibt Leute, die sind lieber alleine mit dem Trainer, um komplett fokussiert zu arbeiten. Warum ich trotzdem den Schwimmkurs mit anderen Teilnehmern empfehle, verrate ich dir. Bei beiden Varianten bekommst du zunächst einmal direktes Feedback vom Trainer inklusive geführtem Training. Durch das Zusammensein mit anderen Mitstreitern kriegst du die Schwierigkeiten der anderen live mit. So fühlst du dich mit deiner verbesserungswürdigen Technik nicht alleine und hast immer vor Augen, dass es bei den anderen auch noch nicht so rund läuft. Das motiviert und macht Mut, weiter an dir zu arbeiten.

 

Kevin schwimmt im Becken
Meine ersten Schwimmversuche. Zu dem Zeitpunkt habe ich noch versucht, mir das Schwimmen selbst beizubringen.

 

Außerdem kannst du dir Dinge bei deinen Mitstreitern abgucken, die diese besser machen. Quasi lernen am lebenden Objekt. Unterhalte dich über die Trainingserfahrungen mit den anderen Gruppenteilnehmern. So bekommst du wertvolle Tipps, die du auch in dein Training einbauen kannst. Es wird auch mal Phasen geben, in denen es bei dir nicht so gut läuft. Eine bestimmte Technik funktioniert nicht oder du bist einfach tierisch platt vom Training. Mit ein paar Leidensgenossen an deiner Seite erträgst du diese Situation schon viel besser.

Was kostet Schwimmtraining?

Was ich unbedingt noch loswerden muss. Tue dir am Anfang die Ruhe an und erwarte nicht, dass du nach zwei Trainingsstunden schwimmst wie Michael Phelps. In der Ruhe liegt die Kraft. Klar ist die Erfolgskurve am Anfang besonders steil – vor allem wenn du noch ungeübt bist. Aber erwarte auch keine Wunder. Stetiges Training wird dich besser machen – ganz sicher. Kommen wir zur Preisfrage. Ich mache zur Zeit einen Schwimmkurs bei der Laufschule Bunert. Dieser umfasst zehn Termine a eine Zeitstunde inklusive Schwimmbadeintritt. Ebenfalls im Preis von 190 € enthalten sind wöchentliche Trainingspläne per Email. Pro Stunde also 19 €. Ein anderes Beispiel eines Freundes: Er hat Einzelunterricht genommen, ohne festgelegte Laufzeit und hat pro Trainingsstunde (diese lag bei 45 Minuten) 20 € bezahlt. Beurteilen musst du diese Preise jetzt selbst. Wenn du mich fragst, finde ich 19 € für eine Zeitstunde Training, wie ich sie in meinem Schwimmkurs habe, extrem fair. Vor allem für das, was ich dort an Learnings und Weiterentwicklung mitnehme.

Welche Erfahrung hast du mit Schwimmtraining gemacht?

Du stehst auf Triathlon und überlegst: Macht ein Bikefitting Sinn? Ließ dir durch welche Erfahrungen ich dort gemacht habe. Und jetzt erzähl mir von dir: Hast du dir die richtige Schwimmtechnik selbst beigebracht? Wenn ja, wie? Oder bist du wie ich in einem Schwimmkurs gewesen? Oder sagst du: Alles völlig überbewertet. Ich komme beim Wettkampf schon irgendwie schwimmend ans Ziel. Erzähl mir in den Kommentaren von deinen Erfahrungen und Erlebnissen.

 

 

Wer schreibt hier?

Ich bin Kevin, leidenschaftlicher Läufer und Laufblogger. Eigentlich wollte ich nur 10 Kilo durchs Laufen abnehmen. Und plötzlich war ich verliebt in diesen wunderbaren Sport. Und ich bin es noch immer – zu 100%.

Kevin mit Laufsachen zeigt den Daumen nach oben

 

 

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Kategorie: Triathlon

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