aus Fehlern lernen

6 Fehler aus denen ich gelernt habe

Fehler macht niemand gerne. Dabei können wir soviel daraus lernen. Ich erzähle dir heute von meinen größten Fehlern und wie ich an ihnen gewachsen bin. Ich möchte dich ermutigen, dir deine Fehler einzugestehen und offen damit umzugehen.

Für gewöhnlich poste ich auf Instagram und Facebook positive und angenehme Dinge, die mir beim Training oder im Wettkampf passiert sind. Einfach weil es meine Art ist und ich Menschen motivieren möchte, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen und sich sportlich auszuprobieren. Vor ein paar Wochen habe ich auf Facebook jedoch ein Bild gepostet, bei dem es um die negativen Seiten der Lauferei ging. Die Zusammenfassung: Kurz nach Weihnachten bin ich krank geworden, hatte Schnupfen und Halsschmerzen. Nichts schlimmes und ich wusste, dass es nach kurzer Zeit wieder auskuriert ist. Als ich zu 90% wieder fit war, bin ich den Neusser Silvesterlauf gelaufen. Mein Post zu dem Wettkampf sah so aus:

Kleine gedanklich Rückschau zum Silvesterlauf-Neuss und wie man es nicht machen sollte. Nachdem ich 1 1/2 Wochen erkältet war, war der 10 Km Wettkampf am 31sten mein erster Lauf nach der Krankheit. Statt es entspannt angehen zu lassen, bin ich deutlich zu schnell gelaufen. In Zahlen: Für die Strecke habe ich 57:27 Minuten gebraucht, hatte eine durchschnittliche Herzfrequenz von 176, einen HFmax von 191 und bin 47:51 Minuten im höchsten Herzfrequenz-Belastungsbereich gelaufen. Stichwort: Wasser predigen und Wein trinken 😉 Ich habe mich ganz schön über mich selbst geärgert. Das ist auf keinen Fall zur Nachahmung zu empfehlen. Habt ihr euch auch schon mal so einen Klopper geleistet?

Ich hatte vorher Bedenken, wie mein Text ankommen würde. Doch nach kurzer Zeit kamen viele positive Reaktionen, dass andere Läufer so einen Fehler auch schon mal gemacht haben. Das hat mich dazu motiviert, mich intensiver mit meinen eigenen Fehlern auseinander zusetzen und dich daran teilhaben zu lassen. Ich möchte dir zeige, dass Fehler machen völlig normal ist und das du eine Menge daraus lernen kannst.

 

Kevin beim Neusser Silvesterlauf
Ich sehe zwar noch entspannt aus, aber der Silvesterlauf war pain in the ass.

Warum du aus Fehlern lernen kannst

Ist dir mal folgendes aufgefallen? Du machst einen Fehler, denkst danach darüber nach und versuchst es beim nächsten Mal besser zu machen. Wenn es nur ein kleiner Fehler war, hast du den nach kurzer Zeit höchstwahrscheinlich wieder vergessen. Ist es jedoch ein großer Fehler, der nachhaltige Auswirkungen auf dich und dein Leben hat, beschäftigst du dich im Nachgang viel intensiver damit. Der Umkehrschluss ist also: Je größer und bedeutsamer der Fehler für dich ist, desto mehr lernst du für dich selbst und für die Zukunft daraus. Mein Fehler mit dem zu schnellen Laufen nach der Krankheit hat mich so geärgert und ich habe im Nachhinein so viel darüber nachgedacht, dass mir das (hoffentlich) kein zweites Mal passieren wird.




Fehler zugeben zeigt menschliche Stärke

Warum solltest du also mit deinen eigenen Fehlern nicht offen umgehen? Richtig. Es gibt keinen Grund das nicht zu tun. Niemand ist perfekt und jeder macht Fehler – jeden Tag. Und das ist auch gut so. Ich habe irgendwann festgestellt, dass mir die Menschen am sympathischsten sind, die offen damit umgehen und ihre Fehler zugeben. Niemand bricht sich einen Zacken aus der Krone wenn er sagt „Hey, das ist gerade nicht so gut gelaufen – war mein Fehler.“ Im Gegenteil. Ich denke dann immer: Toll, dass er/sie den Fehler zugibt. Das zeugt von einem wirklich starken Charakter. Bist du der gleichen Meinung?

6 Fehler, die ich gemacht und mich als Mensch verändert haben

  1. Den Erwartungen anderer entsprechen und ihnen alles recht machen wollen: Warum ist es einem im Leben eigentlich so wichtig, was andere von einem denken? Anderen alles recht zu machen ist unmöglich. Ich habe viele Jahre lang versucht, möglichst vielen Menschen gerecht zu werden und mich so zu verhalten, wie sie es gerne hätten. Dadurch bin ich in eine Endlosschleife gelangt, in der ich mich selbst völlig vergessen habe. Wie du dir vorstellen kannst, war das ein sehr unschönes Gefühl.
  2. Situationen mit der Brechstange lösen: Manchmal brauchen Dinge einfach Zeit und Raum. Was nicht hilft ist, es auf Teufel komm raus und zwanghaft zu versuchen. Ich hatte mir beim Laufen einmal vorgenommen, eine richtig schnelle Tempoeinheit zu machen. Ich wollte mich locker einlaufen, dann schnelle Intervalle machen und danach auslaufen. Weil ich so übermotiviert war und es nicht abwarten konnte, bin ich direkt nach zwei Minuten (während des Einlaufens) losgeballert wie ein irrer. Ergebnis: Ich war schon nach dem Einlaufen sowas von platt, dass danach gar nichts mehr ging.
  3. Glauben, etwas nicht zu können: Im Herbst 2015 kam mir der erste Gedanke zu „Ich möchte eine eigene Website haben und Menschen an meiner Leidenschaft teilhaben lassen“. Ich habe nicht mal im Traum daran geglaubt, dass ich irgendwann 100 Blog-Leser pro Tag haben würde und mit meinem Projekt Geld verdiene. Und dann habe ich mich einfach hingesetzt und meine Ideen in die Tat umgesetzt. Übrigens: Kennst du schon die Stabi eCards? Dass ich dieses Projekt umgesetzt habe, macht mich besonders stolz und zeigt mir, was alles möglich ist, wenn man an sich glaubt.
  4. Denken, nicht gut genug zu sein: Mir kommen oft Zweifel: Habe ich das überhaupt verdient? Was gibt gerade mir das Recht, dass mir dieses oder jenes Gute wiederfährt. Wenn ich diese Zweifel meiner Freundin erzähle schaut sie mich immer an, hält ein paar Sekunden inne und sagt: Natürlich hast du das verdient. Warum denn auch nicht?
  5. Dinge so schnell wie möglich erledigen wollen: 15 ungelesene Emails im Posteingang: Da bekomme ich schon Mal Schweiß auf der Stirn und den Gedanken „Oh Gott, ich muss alles sofort bearbeiten“. Was ein Quatsch. Dinge auch mal liegen zu lassen kann super befreiend sein. Aber ich will ehrlich sein. In diesem Punkt habe ich noch eine Menge Entwicklungspotential und ich rutsche noch oft in alte Verhaltensmuster, in denen ich alles sofort erledigen will.
  6. Von der Meinung anderer beeinflussen lassen: In dem Buch Why not von Lars Amend habe ich neulich etwas Schönes gelesen. Ob du den ganzen Tag auf der Couch sitzt oder super aktiv und erfolgreich bist oder einem außergewöhnlichen Hobby nachgehst: Es wird immer jemanden geben, dem das nicht passt. Es wird immer jemand sagen, wie doof, nervig oder unpassend er das findet. Also: Mach das was du für richtig hältst.

 

Kevin läuft auf einer Mauer am Rhein
Ich hätte nie geglaubt, dass ich mal einen Marathon laufen würde. Und dann habe ich es doch gemacht, indem ich nicht auf die Stimme im Kopf gehört habe, die gesagt hat „das schaffst du nicht“.

5 Menschen, die mich inspirieren und motivieren

Oft ist es hilfreich sich anzuschauen, was andere Menschen denken und wie sie mit bestimmten Situationen umgehen. Die unten aufgeführten Personen sind mir persönliche eine riesige Motivation, weil sie eine total positive Einstellung zum Leben haben und in ganz bestimmten Situationen einfach anders reagieren als andere. Klick dich mal durch und lass dich inspirieren:

  • Meine Freundin Janine: Sie ist die wichtigste Person in meinem Leben und macht mich mit ihrer fröhlichen, positiven Art zu einem besseren Menschen. Sie hat viel Geduld mit mir (manchmal kann ich auch ganz schön anstrengend sein) und steht mir vor allem in schwierigen Zeiten immer zur Seite. Danke, dass es dich gibt.
  • Laura Malina Seiler
  • Tobias Beck
  • Lars Amend
  • Maxim Mankevich

Als welchen Fehlern hast du am meisten gelernt?

Welche Situation kommt dir als erstes in den Kopf, wenn du die Frage aus der Überschrift ließt? Was sind deine größten Fehler, die du gerne an dir abstellen würdest? Gab es einen Wendepunkt in deinem Leben, der dich wachgerüttelt hat? Oder gibt es einen ganz bestimmten Fehler, den du mal gemacht hast und der dich heute noch ärgert? Erzähl mir in den Kommentaren davon.

 

Wer schreibt hier?

Ich bin Kevin, leidenschaftlicher Läufer und Laufblogger. Eigentlich wollte ich nur 10 Kilo durchs Laufen abnehmen. Und plötzlich war ich verliebt in diesen wunderbaren Sport. Und ich bin es noch immer – zu 100%.

Kevin mit Laufsachen zeigt den Daumen nach oben

 

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