Joggen mit Hund: Alles, was du wissen musst
Joggen mit Hund: Eine Frau läuft zusammen mit ihrem Vierbeiner

Joggen mit Hund: Alles, was du wissen musst

[Gastartikel] Du möchtest gerne mit deinem Hund nach draußen zum Laufen gehen und fragst dich: Was muss ich beim Joggen mit Hund beachten? Kann ich jeden Hund mit auf meine Laufrunde nehmen? Braucht ein Hund ein Warm up und Cool down? Und welches Equipment macht Sinn, damit der Lauf maximalen Spaß bringt? Das erfährst du in diesem Artikel.

Hunde erkunden gerne die Umgebung und genießen lange Spaziergänge. Doch auch beim Joggen haben viele Hunde ihren Spaß. Sie sind in der Regel hervorragende Ausdauerläufer und traben genüsslich mit. Dabei können die Fellnasen nicht nur ihre Muskulatur aufbauen, auch gibt ihnen das Joggen mehr Kraft. Zudem wird die Kondition und das Herz-Kreislauf-System verbessert. Es gibt aber auch ein paar Besonderheiten, die ich dir in diesem Artikel verrate.

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  • Willst du schon länger mit dem Laufen anfangen, um dir zu beweisen, dass du es schaffen kannst?
  • Möchtest du Gewicht verlieren, zurück zu deiner alten Figur und jetzt endlich den ersten Schritt gehen?
  • Dein vollgepackter Terminkalender und der Trouble mit deinen Kindern Zuhause haben dich bisher vom Laufen abgehalten?

Kann jeder Hund zum Joggen mitgenommen werden? 

Nein! Nicht jeder Hund ist zum Joggen geeignet. Welpen beispielsweise dürfen nicht mit dir joggen, da du sonst Gelenkschäden bei den Junghunden riskierst. Generell gilt: Nicht ausgewachsene Hunde dürfen dich auf deiner Joggingrunde nicht begleiten. Auch bei Hundesenioren ist Vorsicht geboten. Hier solltest du die Bewegung dem Alter anpassen. Da dies beim Joggen aber nicht immer möglich ist, verzichte auf eine gemeinsame Joggingrunde mit deinem Hunde-Opa oder deiner Hunde-Oma.

Willst du es trotzdem ausprobieren, dann achte genau darauf, ob die Fellnase mit dir mithalten kann oder ob es für deinen Hund zu anstrengend ist. Passe gegebenenfalls dein Tempo an das des Hundes an, damit er sich nicht überanstrengt. Merkst du, dass es nicht funktioniert, nutze lieber ausgiebige Spaziergänge mit dem Senior. 

Weiterhin gibt es verschiedene Hunderassen, die nicht dafür geeignet sind, mit dir zu joggen. Dies sind vor allem Hunde mit einem massiven und schweren Körperbau wie etwa die Französische Bulldogge. Gleiches gilt für Hunde mit Übergewicht. Hier ist es sinnvoll, dass der Hund zunächst Gewicht verliert, bevor du mit ihm laufen gehst. Insbesondere die Belastung für die Gelenke ist viel zu hoch und kann dauerhafte Gelenkschäden hervorrufen. 

Auch mit einem Mops ist das Laufen nicht ideal. Durch die Züchtung der platten Nase bekommt ein Mops schlechter Luft und sollte daher nicht überanstrengt werden. 

Brauchen Hunde spezielles Training für´s Joggen?

Auch ein Hund sollte langsam anfangen. Wenn du dich an deine erste Joggingrunde erinnerst, weißt du, wie anstrengend die war. Gleiches gilt natürlich auch für Hunde. Daher ist es wichtig, das Training für den Hund Schritt für Schritt aufzubauen und ihn langsam an das Joggen zu gewöhnen.

Am besten du beginnst mit leichten Trainingseinheiten. Lasse ihn wenige Minuten in leichtem Trab laufen und wechsele dann für kurze Zeit ins Schritttempo. Das wiederholst du mehrere Male, damit dein Hund Kondition aufbauen kann. Sobald du merkst, dass dein Hund anfängt zu hecheln und vor allem langsamer wird, gönne ihm eine Pause. Überfordere ihn nicht und brich die Trainingseinheit lieber ab, bevor du seine Gelenke zu stark in Anspruch nimmst. Auch die Herzgesundheit ist hierbei nicht zu unterschätzen. 

Zwei Läufer Joggen mit Hund an der Leine
Langsam anfangen und stetig steigern gilt für Hund und Besitzer gleichermaßen.

Sobald dein Hund bereit für die Joggingrunde ist, wirst du das merken. In der Regel dauert die Trainingsphase rund zwei bis vier Wochen. Denke immer daran deinen Hund nicht zu überfordern. 

Welches Equipment benötigst du zum Joggen mit Hund?

Möchtest du deine Fellnase an der Leine halten, ist ein gepolstertes Brustgeschirr für den Hund von Vorteil. Ein Hüftgurt für dich ist ebenfalls sinnvoll, damit du die Hände frei hast und dein Hund dennoch an der Leine ist. 

Zudem solltest du Wasser für deinen Hund mitnehmen. Im Handel gibt es verschiedene Flaschen, die du dir einfach umschnallen kannst. In diese sind kleine Schüsseln eingebaut. So kannst du jederzeit stoppen, damit sich dein Fellfreund erfrischen kann. Insbesondere im Sommer solltest du ausreichend Wasser für dich und deinen Begleiter dabei haben. Die Joggingrunde im Sommer muss außerdem gut geplant werden. Hier eignen sich der frühe Morgen oder der spätere Abend, wenn es nicht so heiß ist. 

Läufst du lieber Abends, ist ein Geschirr mit Reflektoren wichtig, um gesehen zu werden. Dabei sollten das Geschirr, die Leine und auch deine Kleidung mit Reflektoren ausgestattet sein. Auch eine Stirnlampe hilft, um gesehen zu werden und selbst die Strecke besser zu erkennen. Ein kleines Erste-Hilfe-Päckchen sowie die Notfallnummer einer Tierklinik solltest du immer mit im Gepäck haben. 

Damit auch Zecken und andere Parasiten von deinem Hund fern bleiben, statte ihn mit einem Zeckenhalsband aus. Im Wald lauert einiges an Parasiten, die du nicht mit nach Hause nehmen möchtest. Ein hervorragende Mittel ist auch Schwarzkümmelöl, das du dem Hund täglich ins Essen geben kannst. Es hält den Hund gesund und schützt ihn gleichzeitig vor Zecken und anderen Parasiten.

Welcher Boden ist zum Joggen mit Hund ideal? 

Schotter- oder Asphaltwege sind schlecht für die Gelenke des Hundes. Der optimale Untergrund für das Joggen mit Hund sollte weich und federnd sein, wie es bei Wald- und Feldwegen der Fall ist. So werden die Gelenke deines Vierbeiners geschont. 

Essen und Trinken vor dem Lauf: Was du beachten musst

Rund zwei Stunden vor dem Joggen ist Essen für deinen Hund tabu. Denn mit vollem Magen läuft es sich nicht gut. Zudem ist die Anstrengung für den Kreislauf sehr hoch, wenn er vollgefuttert mit dir trainieren soll. Trinken hingegen kann er jederzeit. Wenn in der Nähe ein Bach oder ein See ist und die Fellnase darin baden möchte, dann lass ihn. Das dient zur Abkühlung und dein Hund kann sich einen Moment erholen. 

Eine Frau geht Joggen mit Hund an der Leine
Etwa zwei Stunden vor dem Joggen sollte dein Hund nichts mehr essen.

Los geht’s!

Bevor du startest mache ein paar kurze Aufwärmübungen mit deinem Begleiter. So kann sich dein Hund zum einen auf das Training vorbereiten und zum anderen wird das Verletzungsrisiko gemindert. Hier ein paar Übungen, die du machen kannst – die Aufwärmphase sollte etwa 10 Minuten dauern:

  • Männchen machen
  • Pfote geben
  • Steh, Sitz und Platz
  • Verbeugen und Strecken

Hier sind außerdem ein paar Warm up Übungen für dich als Läufer vor deiner Trainingsrunde. Wie bei dir selbst ist nach dem Joggen ein Cool Down für den Vierbeiner vonnöten. Hierzu reicht es, wenn du nach dem Lauf noch etwa 10 Minuten mit dem Hund locker läufst, damit er Stress abbauen kann. Dein persönliches Cool down als Läufer kann so aussehen.

Joggen mit Hund: Wie oft? 

Das Joggen mit Hund sollte höchstens 3x pro Woche stattfinden. Wichtig ist, dass du deinen Hund nach den ersten Läufen genau beobachtest. Ist er fit, müde oder angespannt? Hat er Schmerzen bzw. Muskelkater? Dann benötigt er zum einen eine längere Ruhephase und zum anderen musst du dein Lauftempo anpassen, damit er auch nach dem Lauf noch fit ist und nicht vor Müdigkeit umfällt. 

Wenn du diese Tipps beachtest, wird das Joggen mit Hund ein voller Erfolg. Denk bitte daran, dass sich deine Fellnase erst an das Laufen gewöhnen muss. Laufe zu Beginn kurze Strecken und beobachte deinen Hund. 

Insbesondere an den Schleimhäuten kannst du sehen, ob mit deinem vierbeinigen Begleiter alles ok ist. Sobald Zunge und Zahnfleisch blass oder bläulich werden, ist der Lauf abzubrechen. Außerdem solltest du diese Blaufärbung der Schleimhäute beim Tierarzt abklären lassen. 

Solange dein Hund jedoch Motivation zeigt und nicht müde wirkt, steht dem Weiterlaufen nichts im Wege. Sorge bitte immer dafür, dass dein Begleiter genügend trinken kann und lege kleine Pausen ein. Und jetzt wünsche ich dir viel Erfolg und Spaß beim Joggen mit Hund!

Wer schreibt hier?

Claudia Weise ist seit ihrer frühesten Kindheit Hundefan und absolut begeistert zu allen Themen rund um Sport und Hunde. Sie setzt sich für ein besseres Miteinander von Hund und Mensch ein und schreibt deshalb liebend gerne darüber. Wenn du mehr über Claudia oder zum Thema Hund wissen möchtest, dann schau auf ihren Kanälen vorbei:

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Claudia Weise von Hundeo

Außerdem lohnt sich ein Blick in ihr Buch „Die Hunde Gesundheits Bibel – Ein Muss für jeden Hundebesitzer, der in schwierigen Situationen wirklich helfen will“.

Über Kevin Besser

Hi, ich bin Kevin. Ausgebildeter Lauftrainer und überzeugter Anhänger eines aktiven und gesunden Lebensstils. Ich zeige dir wie du es schaffen kannst deine Ziele beim Laufen zu erreichen – ganz egal an welchem Punkt du gerade stehst. Es ist nicht wichtig, ob du übergewichtig bist, gerade mit dem Laufen angefangen hast oder dich unsportlich fühlst. Mit Disziplin und den richtigen Routinen erreichst du genau das, was du dir vorgenommen hast.

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